Fragen und Antworten

Technische Informationen

Industrie-Warmdach (flachgeneigt) mit Attika + Sandwich-Fassade

Dach
Industrie-Warmdach / Foliendach:
Tragschale: Trapezprofil oder Porenbeton.
Dampfsperre: Diverse Materialien und Qualitäten (Sd-Werte, Brandschutz etc.)
Wärmedämmung: EPS (Styropor), PU (Polyurethan, PUR/PIR) oder Mineralfaser.
Abdichtung: PVC-P oder FPO (flexible Polyolefine)

Fassade
Sandwich: Stahl-PU-Stahl oder Stahl-Mineralfaser-Stahl:
Diverse Profilierungen (liniert, mikroprofiliert, Sinus groß / klein)
Befestigungen sichtbar oder unsichtbar
Farben und Beschichtungssysteme (auch als Korrosionsschutz).

Ihre Vorteile
Die Dachtragschale ist sehr gut geeignet zum Abhängen von Installationen (-> geringere Ausbau-Kosten).
Die Dachtragschale befindet sich innen, ist nicht bewettert und kann somit nicht korrodieren (-> lange Lebensdauer).
Das Dach kann als Akustik-Dach ausgebildet werden.
Die Dampfsperre kann optimal auf Ihre Hallennutzung abgestimmt werden (-> Qualität).
Durch die Dämmung können auch erhöhte Brandschutzanforderungen (IndBauRL 5.11.1, DIN 18234-3,4 ) erfüllt werden (-> Baurecht).
Extrem gute Wärmedämmwerte (0,24 bis 0,15 W/m²K) sind kein Problem (-> geringe Heizkosten).
Bei einer schweren mineralischen Dämmung ist der sommerliche Wärmeschutz wesentlich verbessert (-> weniger Kühlung -> geringe Kosten).
Hochwertige und robuste Dachabdichtungen (PVC-P- oder FPO-Dichtungsbahnen, Dicke 1,8 – 2,0 mm) bieten lange Standzeiten und Herstellergarantien: bis zu 20 Jahren (-> niedrige Unterhaltungskosten).
Das Dach (gesamte Fläche) ist optimal für Photovoltaik geeignet, auch für eine durchdringungslose Montage (-> Dichtigkeit).
Eindichtungen von Einbauelementen (Lichtkuppeln, Schornsteine etc.), auch später, sind völlig unproblematisch.
Eine zuverlässige und wartungsarme Regenentwässerung (einschl. Notentwässerung).
Gründächer (extensiv), Terrassen und vieles mehr sind möglich.
Die Sandwich-Fassade bietet einen hervorragenden winterlichen Wärmeschutz: U-Werte (inkl. Ausbau) bis 0,13 W/m²K (-> niedrige Heizkosten).
Eine spätere Hallenerweiterung ist auch in der Breite möglich, da es zu keiner “Schneesackbildung” kommt. Bei Satteldächern ist dies i.d.R. wegen dieser Schnee-Zusatzlast nicht möglich.
Wahlweise auch Massivwände in Porenbeton sowie Ziegel- und Kalksteinmauerwerk möglich!

 

Sandwich-Satteldach mit Regenrinne + Sandwich-Fassade

Der “Hallen-Klassiker” für kleinere Objekte!

Dach
Sandwich: Stahl-PU-Stahl oder Stahl-Mineralfaser-Stahl:
Diverse Farben und Beschichtungssysteme (auch als Korrosionsschutz).

Fassade
Sandwich: Stahl-PU-Stahl oder Stahl-Mineralfaser-Stahl:
Diverse Profilierungen (liniert, mikroprofiliert, Sinus groß / klein)
Befestigungen sichtbar oder unsichtbar
Farben und Beschichtungssysteme (auch als Korrosionsschutz).

Ihre Vorteile
Gute Wärmedämmwerte (0,20 W/m²K) sind kein Problem. Leichte Wärmebrücken (an Stößen) können jedoch nicht vermieden werden.
Übliche Standzeiten und Herstellergarantien: U. U. bis zu 10 Jahren (abhängig u.a. von Durchdringungen / Bohrungen).
Das Dach (nur die Südseite) ist für Photovoltaik geeignet (Durchschraub-Montage), wenn vorgesehen.
Eindichtungen von Einbauelementen (Firstlichtband, Lichtkuppeln, Schornsteine etc.) im/am First sind relativ unproblematisch.
Eine zuverlässige Regenentwässerung über Traufen-Regenrinnen und Fallrohre.
Die Sandwich-Fassade bietet einen hervorragenden winterlichen Wärmeschutz: U-Werte (inkl. Ausbau) bis ca. 0,13 W/m²K (-> niedrige Heizkosten).

Die Wahl des passenden Hallentyps stellt viele Bauherren vor eine Herausforderung. Sie müssen sich auch entscheiden, aus welchem Material Sie Ihre Halle bauen möchten: Holz, Stahlbeton oder Stahl? Profitieren Sie deshalb von unserer langjährigen Erfahrung in Sachen Hallenbau und den zahlreichen erfolgreich umgesetzten Projekten in Magdeburg, Leipzig und Dresden. Hier erfahren Sie, warum gerade Stahl für Sie die wirtschaftlichste Alternative ist.

Beim Hallenbau bieten sich Ihnen grundsätzlich zwei Varianten:

Sie können eine Halle bauen, die entweder ungedämmt ist („kalt“, meist Lager, Schuppen und Überdachungen), oder wärmegedämmt („warm“, für Werkstatthallen, Produktionshallen, aber auch die meisten Lagerhallen). Es gibt auch eine Zwischenstufe, sogenannte konstruktive Wärmedämmung, die vor allem der Bildung von Kondenswasser entgegenwirken oder der Angleichung an eine danebenstehende gedämmte Halle dienen soll.

Ungedämmte Hallen

Ungedämmte Hallen baut man meistens mit einer Verkleidung (Dach + Fassade) aus Trapezblech. Hierbei empfiehlt es sich, auf höherwertige Korrosionsschutzsysteme sowohl bei der Dacheindeckung als auch bei dem Tragwerk zurückzugreifen, weil diese Bauteile stärker beansprucht werden.

Ungedämmte Hallen lassen sich im Nachhinein nicht mehr dämmen, oder zumindest nicht ohne erheblichen baulichen sowie finanziellen Aufwand. Meist bleibt aber auch dann die Schwachstelle in der fehlenden Perimeterdämmung der Fundamente. Entsprechend sollten Sie als Bauherr wissen, welche Variante Sie bevorzugen und benötigen. Auch in diesem Fall stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Wir von Int-Bau unterstützen Sie jedoch nicht nur bei der Planung des Hallenbaus, sondern übernehmen auch die bauliche Umsetzung Ihres Projekts, egal, ob in Dresden, Leipzig, Magdeburg oder deutschlandweit.

Wärmegedämmte Hallen

Bei wärmegedämmten Hallen ist es wichtig, dass die Ebene der Wärmedämmung ununterbrochen verläuft: von Dach, Fassade, Spritzwassersockel bis in die Perimeterdämmung der Fundamente (bzw. in die frostfreie Tiefe). Das Tragwerk („ Stahlkonstruktion“) ist korrosionstechnisch weniger belastet, da es nicht direkt der Witterung ausgesetzt ist. Für die bauliche Hülle steht Ihnen bei uns eine Auswahl an robusten und langlebigen Materialien bzw. Produkten zur Verfügung, die auch die Bauart beeinflussen.

Industriewärmdächer gehören zu den am häufigsten angewendeten Dachausführungen im Hallenbau. Temporäre- und Leichtbaudächer wie Zelt- oder PR-Dächer u. ä. werden wir hier nicht beachten.

Industriedach:
Unterkonstruktion: Dachriegel, seltener Pfetten (nur bei großen Rahmenabständen oder hohen Auflasten)
Tragschale Trapezprofil, Höhe meist 135-160 mm, am Dach vollflächig verlegt, Blechdicke 0,75 bis 1,50 mm, verzinkt und beschichtet, oder AZ185. Evtl. auch gelocht (Akustikprofil). Alternativ Porenbeton anstatt Trapezprofil.
Dampfsperre (PE-Folie, Verbundfolien wie PE+Alu, Bitumenbahn-Dampfsperren), auf der Tragschale verlegt und untereinander verklebt.
Wärmedämmung aus EPS (DAA-dm), Polyurethan (PUR/PIR), Mineralfasern (DAA-dm), Glasschaum (Foamglas), Dicke nach Bedarf.
Ggfl. Glasvlies als (brandschutztechnische und/oder diffusionstechnische) Trennlage.
Dichtungsbahn, z. B. PVC-P (Dicken 1,5-1,8-2,0 mm), FPO-PP/-PE (Dicken 1,5-1,8-2,0 mm), noch seltener eine Bitumenbahn.

Sandwichdach:

Unterkonstruktion: Dachpfetten (Roll-/Kant- oder Walzprofile), auf den Dachriegeln verlegt.
Einbaufertige Sandwichelemente, mit folgendem Aufbau:
a) Innenschale: Stahl-Feinblech, Dicke ca. 0,4-0,5 mm, bandverzinkt und 0,012 mm (12 µm) DU-Beschichtet. Profilierung „liniert“ (ca. 1 mm tiefe Profilierung)
b) Dämmkern: Polyurethan, Dicken meist 30 – 120 mm
c) Außenschale: Stahl-Feinblech, Dicke 0,5-0,7 mm, bandverzinkt und beschichtet, meist mit 0,025 mm (25 µm) Polyester. Trapez-Profilierung (ca. 35 mm Höhe)

Diverse Baumaterialien und Aufbauten haben unterschiedliche bauphysikalische Eigenschaften (Wärmedämmung, Schallschutz, Brandschutz, Pflege, Korrosionsschutz, Luftdichtigkeit u. a.), somit kann nach einer Matrix die Eignung für das jeweilige Bauvorhaben bewertet werden. Es wird hier auch unterschieden, ob diese zu Einsatz im Dach oder in der Fassade kommen. Die bauliche Hülle entscheidet genauso wie das Tragwerk über die Eignung für den jeweiligen Zweck der Halle.

Der passive bauliche Brandschutz ist eines der wichtigsten Kriterien der baurechtlichen Genehmigungsfähigkeit Ihres Bauvorhabens.

Die Muster-Industriebaurichtlinie 2019/02 und deren Einführungen in den einzelnen Ländern bestimmt zum größten Teil die Aufforderungen an den Brandschutz Ihrer Halle. Gern beraten wir zu diesem Thema oder vermitteln Ihnen geeignete Fachleute.

Finanzierung und Fördermittel

Ein Leasing von Hallen ist in der Regel problematisch, da es sich um Immobilien handelt – die Objekte sind fest mit dem Boden verbunden. Alternativ dazu ist – über unsere Partner – ein Mietkauf möglich. Die Entscheidung ist, ähnlich wie bei Ihrer Bank, von einigen Aspekten (z. B. Bonität, Sicherheiten) abhängig.

Für die Prüfung einer Finanzierungsanfrage werden vom interessierten Mietkäufer folgende Unterlagen benötigt:

  • Eigentumsnachweis des Grundstücks durch übliche Unterlagen
  • Den letzten Jahresabschluss
  • Eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung
  • Eine Investitions-, Liquiditäts- und Finanzierungsplanung
  • Nachweise über einzubringendes Eigenkapital (gemäß Finanzierungsplanung)
  • Eine möglichst genaue Beschreibung des Vorhabens
  • Bei Einzelunternehmern eine Selbstauskunft (Formular wird zugeschickt)
Die öffentliche Hand bietet eine Vielzahl von Förderprogrammen für Unternehmen und Existenzgründer aller Branchen. Mit Hilfe von Zuschüssen, Förderdarlehen und Bürgschaften unterstützen die Europäische Union, Bund und Länder bestehende Unternehmen und Existenzgründer bei der Finanzierung Ihrer geplanten Investitionen. Mit Programmen zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur dienen insbesondere die Landesbanken den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als Finanzierungsunterstützung bei ihren Investitionsvorhaben. Mit der Förderdatenbank des Bundes http://www.foerderdatenbank.de/ können Sie sich einen vollständigen und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union verschaffen.
Fördermittel können von Existenzgründern, bestehenden Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Angehörigen von Freien Berufen beantragt werden.
Die Förderprogramme sind offen für alle Unternehmen, die die festgelegten Förderziele erfüllen (z. Bsp. Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen). Für bestimmte Wirtschaftszweige sind aufgrund von Beihilferegelungen der EU die Förderungen eingeschränkt.
  • Erwerb von Grundstücken und Gebäuden
  • Gewerbliche Baukosten
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung, Kauf von Maschinen und Anlagen
  • Beratungsdienstleistungen
  • Nutzung erneuerbarer Energien