Dachlast

Die Dachlast bezeichnet die maximale Belastung, die das Dach eines Gebäudes, insbesondere einer Stahlhalle, sicher tragen kann, ohne die Stabilität oder die Tragfähigkeit zu gefährden. Sie umfasst alle Arten von Belastungen, die auf das Dach wirken, wie Schnee, Regen, Wind, technische Anlagen (z.B. Solarpanels) oder zusätzliche Nutzlasten. Die Dachlast wird in der Regel in Kilogramm pro Quadratmeter (kg/m²) angegeben und ist ein entscheidender Faktor bei der Planung und Konstruktion von Hallen.

Ausführliche Erklärung

Die Dachlast ist ein zentrales Element in der statischen Bemessung eines Gebäudes. Sie bestimmt, wie viel Gewicht das Dach aushalten muss, um sicher und dauerhaft zu sein. Bei Stahlhallen, Gewerbehallen oder Industriehallen ist die korrekte Bestimmung der Dachlast essenziell, um die Tragfähigkeit der Stahlkonstruktion zu gewährleisten und spätere Schäden oder Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Die Dachlast setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:

  • Schneelast: Besonders in schneereichen Regionen ist die Schneelast eine bedeutende Belastung. Sie hängt von der Schneemenge, der Dachneigung und der Dachfläche ab.
  • Niederschlagsbelastung: Regenwasser, das auf das Dach fällt, muss abgeleitet werden können, ohne die Struktur zu überlasten.
  • Windlast: Winddruck und -sog wirken auf die Dachfläche und beeinflussen die statische Belastung.
  • Technische Anlagen: Solarpanels, Lüftungssysteme oder Klimaanlagen erhöhen die Dachlast zusätzlich.

Die Planung der Dachlast erfolgt anhand der regionalen Wetterdaten, der geplanten Nutzung des Gebäudes und der verwendeten Materialien. Die Einhaltung der geltenden Normen, wie der DIN 1055 (Lastannahmen im Bauwesen), ist dabei unerlässlich. Für den Bau von Stahlhallen bedeutet dies, dass die Tragwerksplanung so ausgelegt sein muss, dass die maximale Dachlast sicher aufgenommen werden kann, um die Sicherheit und Langlebigkeit des Gebäudes zu gewährleisten.

Praxisnahes Anwendungsbeispiel im Hallenbau
Beim Bau einer Lagerhalle in einer Region mit starkem Schneefall muss die Dachlast  so ausgelegt sein, dass sie die maximale Schneelast trägt, die in der Region zu erwarten ist. Das bedeutet, dass die Tragkonstruktion der Stahlhalle so dimensioniert wird, dass sie beispielsweise eine Schneelast von 150 kg/m² sicher aufnehmen kann. Zusätzlich werden technische Anlagen wie Solarpanels installiert, die weitere 50 kg/m² auf die Dachlast addieren. Die Statiker berechnen die Gesamtbelastung und planen die Stahlträger entsprechend, um eine sichere und stabile Dachkonstruktion zu gewährleisten. Durch diese sorgfältige Planung wird die Halle nicht nur den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, sondern auch langfristig sicher und funktional sein.

Holger Schmidt INT-BAU

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