Die Baubeschreibung ist ein verbindliches Dokument, in dem alle wesentlichen konstruktiven, technischen und bauphysikalischen Eigenschaften des Bauvorhabens eindeutig festgelegt werden. Sie definiert Art, Umfang und Qualität der auszuführenden Leistungen und dient als Grundlage für Angebote, Verträge sowie Genehmigungs- und Nachweisverfahren.
Im Stahl- und Fertighallenbau beschreibt die Baubeschreibung insbesondere die Ausführung des Stahltragwerks, einschließlich Stützen, Riegel, Pfetten, Aussteifungssysteme sowie den vorgesehenen Korrosionsschutz. Weiterhin werden Aufbau und Ausführung der Gebäudehülle, wie Dach- und Wandkonstruktionen aus Trapezblech oder Sandwichpaneelen, einschließlich Materialqualitäten, Dämmstärken, Beschichtungen und Befestigungen, festgelegt.
Darüber hinaus enthält die Baubeschreibung Angaben zu den bauphysikalischen Anforderungen, insbesondere Wärmedämmung, Luft- und Wasserdichtheit, Feuchteschutz sowie gegebenenfalls Brand- und Schallschutz. Die Ausbildung von Anschlüssen, Fugen, Sockeln, Dachrändern und Übergängen zu Fundamenten oder Anbauten ist eindeutig zu beschreiben.
Zusätzlich werden die technische Ausstattung und Einbauten der Halle, wie Tore, Türen, Fenster, Lichtbänder, Dachentwässerung sowie nutzungsbedingte Anforderungen, festgelegt. Die Baubeschreibung stellt sicher, dass Ausführung, Qualität und Leistungsumfang der Stahlhalle eindeutig definiert und prüfbar sind.